Manillio - Kryptonit (2016)

Tod und Vergänglichkeit

Es dauert keine 15 Sekunden, und schon wird auf seinem neuen Album «Kryptonit» der Tod besungen. Die St. Galler Gastsängerin Elyn stimmt eine himmeltraurigschöne Blues-Ode auf ihn an. Ein paar Takte später prescht Manillio mit existenziellen Gewissensfragen hinter einem wurmigen Basslauf hervor: «Wo bisch du här, wohi wosch goh, was hesch du vor bis derthi?». Der Gedanke mündet in der Hoffnung, der Tod möge ihm noch ein bisschen Zeit lassen.

[Der Bund]

Manillio kommentiert "Kryptonit"

Track by Track 1: „Kara Morto“ feat. Elyn

„Hoffe dä Tod git mir haubwegs Ziit“

Der Titel bedeutet „geliebter Tod“ in der internationalen Plansprache Esperanto. Am Anfang stand ein Sample aus der Serie „Fargo“, in der eine Sängerin den Tod besingt. Die St.Gallerin Elyn nahm davon eine wunderbare eigene Version für uns auf. Ich habe versucht existenzielle Fragen anzugehen: „Wo kommst Du her? Wo willst Du hin? Wie willst Du die Zeit dazwischen gestalten?“